Monatsrückblick April: Wale, DJ’s, Raser, Demokraten und Vegetarier

Was hat die Schweiz im April am meisten bewegt? Für unseren ersten Monatsrückblick, den man auch als Newsletter abonnieren kann, haben wir die Top 10 über alle Ressorts hinweg analysiert.

Themenpuls.ch

1. Spenden für krebskranke Kinder

Der Artikel von @20minutesOnline erzählte vom 19-jährigen Stephen Sutton, der Krebs im Endstadium hat. Sein letzter Wunsch war es 1 Mio. britische Pfund für krebskranke Kinder zu sammeln und dann zu spenden. Mittlerweile sind schon 3 Mio. Pfund zusammengekommen. Diese Aktion bewegte auch tausende Menschen im Social Web.

2. Milo Moiré und ihre Kunst

@20minutesOnline berichtete in einem Artikel über die Künstlerin Milo Moiré, die eher unkonventionelle Kunst macht. Die Leser hatten online ebenfalls eine Meinung dazu.

3. Walfang in Norwegen

Über den Walfang in Norwegen berichtete im zurückliegenden Monat @Lematinch. Der Artikel handelte von der Walfang-Quote, welche Norwegen für das Jahr 2014 festgesetzt hat. Vor allem auf Facebook und auf der Website wurde fleissig kommentiert.

4. Vegetarisch essen

Im Artikel von @20min äusserte der deutsche Ernährungsexperte Udo Pollmer seine Zweifel am Sinn einer fleischlosen Ernährung. Daraus resultierten vor allem zahlreiche Kommentare.

5. Zu alt um DJ zu sein?

Der Artikel aus dem @tagesanzeiger befasste sich mit der Altersthematik von DJ’s in Discos. Zur Frage, ob man irgendwann zu alt ist, um DJ zu sein, wurde auch auf Facebook rege mitdiskutiert.

6. Kein Walfang in der Antarktis

Der Artikel von @20minutesOnline thematisierte das Walfangverbot für Japan. Das Land darf jetzt in der Antarktis keine Wale mehr fangen. Auch im Social Web bewegte diese Thematik.

7. Warnung vor direkter Demokratie

Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck warnte die Schweiz im Artikel aus dem @tagesanzeiger vor den Nachteilen einer direkten Demokratie. Gerade bei hochkomplexen Abstimmungsthemen sieht er viele Risiken. Dieser Artikel hat vor allem auf Facebook viele Likes und Shares generiert.

8. Erlaubtes Rasen

Im Artikel aus dem @Blickch forderten Feuerwehrleute und Polizisten, dass sie im Rahmen von Einsätzen beim Übertreten der Geschwindigkeitslimiten nicht bestraft werden sollen, wenn sie in Radarfallen geblitzt werden. Diese Forderung bewegte im Social Web – mitunter weil sie auf Verständnis stiess.

9. Tödliches Rasen

@20minutesOnline publizierte im Artikel einen Film aus Belgien, der Leute zu ihrer eigenen Beerdigung einlädt – um die tödlichen Folgen des Rasens aufzuzeigen. Nun hat der Film auch in der Schweiz bewegt – hoffentlich nicht nur zum Klicken, sondern auch zum Nachdenken.

10. Noch mehr Kunst von Milo Moiré

Auch in diesem Artikel, den @PasquierAnneFlo für @Lematinch geschrieben hat, ging es um Milo Moiré und ihre provokative Kunst. Anhand der Reaktionen im Social Web lässt sich ablesen, dass dort Provokation gut funktioniert.

 

Aufgefallen:

  • In den Top 3 sind nur Artikel aus der Romandie. Damit zeigt sich einmal mehr, dass französischsprachige User in der Schweiz häufiger sharen, liken, tweeten und kommentieren als Leute in den anderen beiden Landesteilen. Ebenso scheinen die News-Portale in der Romandie aktivere Communities zu haben.

  • Der Artikel über die Aussagen von Joachim Gauck hat auf Twitter und Google+ vergleichsweise viel bewegt, was jene Leute bestätigt, welche diese beiden Plattformen verglichen mit Facebook als „intellektueller“ einschätzen.
  • Der Artikel von @PasquierAnneFlo hat auf Twitter mitunter deshalb viel bewegt, weil die Journalistin dort selbst präsent und aktiv ist.

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