Wahlpuls – Berichterstattung zu den Eidg. Wahlen 2015

Seit April erfasst Themenpuls für Sie alle Online-Medienartikel zu den «Eidgenössische Wahlen 2015». Erfahren Sie, wer und was im Monat Juni am meisten Aufmerksamkeit erhielt.


Im Juni erschienen wieder deutlich mehr Medienartikel zu den eidgenössischen Wahlen als noch im Vormonat. Die Artikel lösten aber durchschnittlich nicht mehr Reaktionen im Social Web aus. Es lässt sich also keine zusätzliche Mobilisierung/Aktivierung im Internet feststellen.

Die Themen, die bewegten:
Die folgenden Themen prägten im Juni die Berichterstattung zu den Wahlen in den Online-Medien:

  1. Allgemein
    – Wahlbarometer
    – Umfrage bei Neu-Wählern
  2. FDP
    – FDP im Hoch
    – FDP Frauen präsentieren Wahlkampfplattform
  3. SVP
    – Zwist zwischen SVP und FDP/CVP betreffend Listenverbindungen
    – SVP-Wahlkampfmassnahmen
  4. CVP
    – Zweierticket der CVP Jura für den Ständerat
    – Misstöne innerhalb der CVP
    – Allianz zwischen CVP und der Demokratischen Liga des Kosovo

Die Akteure im Vordergrund:
Die bürgerlichen Parteien dominieren bis anhin die Schlagzeilen deutlich. Allen voran konnte die FDP auch im Juni ihr Gewinner-Image aufrechterhalten und festigen. CVP und SVP ihrerseits gerieten zunehmend auch mit kontroversen Themen und negativen Schlagzeilen in die Medien. Die SVP schafft es bis anhin als einzige Partei, mit einzelnen Wahlkampfmassnahmen in die Online-Medien zu gelangen. Allerdings fällt die Berichterstattung zumeist negativ aus.

Auffallend ist ebenso, dass die Medien im Gegensatz zu den Vormonaten keine KandidatInnen besonders stark hervorhoben. Auch wird diesbezüglich keine Partei bevorzugt. Lediglich die KandidatInnen der FDP werden nicht genannt, während die Partei insgesamt besonders viel mediale Aufmerksamkeit erhält.

Nur 1 von 5 Artikeln thematisiert den Wahlkampf innerhalb eines Kantons. Am meisten Aufmerksamkeit erhielten im Juni die Kantone Zürich und Jura. Daneben berichteten die Online-Medien auch über den Wahlkampf in den Kantonen Basel-Stadt, Bern und Luzern.

Reaktionen
Die Leserschaft interagierte wie in den Vormonaten vornehmlich auf den Plattformen der Zeitungen sowie auf Facebook. Ebenso lassen sich in Bezug auf die Reaktionen wiederum statistische Ausreisser beobachten. Allerdings hat deren Abweichung vom Mittelwert zugenommen, ohne dass sich die durchschnittliche Anzahl an Reaktionen pro Artikel stark verändert hätte. Am meisten Reaktionen erzielten Artikel der Zeitung 20 minuten, gefolgt von jenen der NZZ. Folgende Themen bewegten besonders stark:
1. Nationalrats-Kandidaten mit Migrationshintergrund/Einwanderung
2. Rechtsrutsch/FDP im Hoch (Umfrage 20 min/Wahlbarometer SRG)
3. Interview Toni Brunner: «Beseitigung der Mitte-Links-Dominanz»

Die Medienberichte lösten im Social Web am meisten Reaktionen aus

Die Berichterstattung zu den Ständeratswahlen löste auch im Juni nur wenige Reaktionen aus. Sie beschränkt sich auf einzelne Kandidaturen, allen voran das Zweierticket der CVP Jura (Anne Seydoux und Pierre Kohler) und die Kandidatur von Yvette Estermann (SVP, Luzern). Am meisten Reaktionen erzielte aber ein Bericht zur Empfehlung des Berner KMU-Verbands. Der Verband unterstützt die Kandidaten der SVP und BDP, aber nicht die Kandidatin der FDP, so der Medienartikel.

 


 

Trends

  • Die Themenvielfalt nimmt zu.
  • Gewinner-Image der FDP festigt sich.
  • Die Berichterstattung thematisiert mehr und mehr, wie sich die Parteien im Wahlkampf verhalten und wie sich deren Wähleranteil verändert; dies auf Kosten der Berichterstattung über die Kandidatinnen und Kandidaten.
  • Es lassen sich keine KandidatInnen mehr eruieren, welche die Medienberichterstattung dominieren würden.
  • Der Fokus verschiebt sich eindeutig auf die drei bürgerlichen Parteien CVP, FDP und SVP.
  • Medienartikel der 20 minuten lösen im Social Web mit Abstand am meisten Reaktionen aus.
  • Es zeichnet sich ab, dass das Thema Migration im Wahlkampf eine übergeordnete Rolle spielen wird. Die Medien nehmen es auf verschiedenen Wegen auf. Ebenso führt diese Berichterstattung zu besonders starken Reaktionen bei der Leserschaft.
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