Monatsrückblick Dezember: Familie und Zivilcourage sind wichtige Themen in der Weihnachtszeit

Was hat die Schweiz im zurückliegenden Monat am meisten bewegt? Diese Frage beantworten wir mit unserem Monatsrückblick, den man auch als Newsletter abonnieren kann.

 

Das bewegte im Blog Ranking

Blog Ranking im Dezember

1. Tipps für den Umgang mit kranken Männern

Winterzeit ist leider auch Grippezeit – weiss auch Bloggerin Kathrin Buholzer (@Elternplanet) und gibt in ihrem Blogpost mit einem Augenzwinkern Tipps für den Umgang mit kranken Männern. Dass diese dann besondere Aufmerksamkeit brauchen, scheinen auch viele Leserinnen und Leser zu kennen und teilen den Blogpost fleissig.

2. Was Kinder brauchen

Kathrin Buholzer spricht in ihrem Blogpost aus, was viele nicht gerne hören: Auch Eltern verhalten sich nicht immer richtig und es fällt schwer das zuzugeben. Doch die Elternplanet-Bloggerin macht Mut und gibt nützliche Ratschläge, die helfen Konfliktsituationen zwischen Eltern und Kindern zu vermeiden und vielfach auf Facebook geteilt und geliked wurden.

3. Unterwegs in Trier

Reisebloggerin Anita Brechbühl, alias @travelitach, fuhr Anfang Dezember bereits zum zweiten Mal nach Trier. Ihre Erlebnisse und schönsten Bilder teilt sie mit ihren Leserinnen und Lesern im Blogpost – vor allem letztere werden viele zum Liken und Teilen animiert haben.

Aufgefallen:

  • Elternplanet-Bloggerin Kathrin Buholzer schafft es im Dezember mit gleich zwei Blogposts in die Top 3. Auch daran zeigt sich, dass die Familie ein wichtiges Thema in der Weihnachtszeit ist.
  • Dass Bilder einen positiven Einfluss auf das Engagement der User haben, zeigt der Blogpost von @travelitach.

 

Das bewegte im Ressort „Politik“

Ressort Politik im Dezember

 

1. Lebenserhaltende Massnahmen abgeschaltet

Mitte November wird die Studentin Tugce im deutschen Offenbach von einer Gruppe junger Männer ins Koma geprügelt, weil sie zwei bedrängten Mädchen zu Hilfe eilte. An ihrem 23. Geburtstag entschied die Familie, die lebenserhaltenden Massnahmen abzuschalten, wie @20MinutesOnline in einem Artikel berichtet. In Deutschland löste der Fall eine Debatte über Zivilcourage aus und auch in der Romandie bewegt der schreckliche Vorfall im Social Web.

2. Umziehen wegen Asylbewerbern

Wie @Lematinch in einem Artikel berichtet, muss in Moosleerau (AG) eine Familie umziehen, weil ihre Wohnung der Gemeinde gehört und diese entschieden hat eine Asylbewerberfamilie aufzunehmen. Darüber zeigt sich nicht nur die Familie bestürzt, sondern auch viele User im Social Web.

3. Schawinski nimmt Stellung

In der Talkshow „Schawinski“ waren Roger Schawinski und der Berner Kabarettist Andreas Thiel heftig aneinander geraten. Im Artikel von @20Min bezieht der Talkmaster Stellung und sagt, dass er die Sendung besser abgebrochen hätte. Die exklusive Stellungnahme sorgt auf Facebook, Twitter und Google+ erneut für viel Gesprächsstoff.

Aufgefallen:

  • Während die Artikel von @20MinutesOnline und @Lematinch vor allem Engagement auf Facebook erzeugten, bewegte die Stellungnahme von Roger Schawinski in @20Min auch auf Twitter und Google+.

 

Das bewegte im Ressort „People“

Ressort People im Dezember

 

1. Der König der Likes

In einem Artikel berichtet der @tagesanzeiger über das Schweizer Internetphänomen Bendrit Bajra. Der 19-jährige Schwamendinger hat seine grosse Community vor allem mit witzigen Videos und Selfies aufgebaut. Dass er tatsächlich der „König der Likes“ ist, zeigt auch die enorme Anzahl Reaktionen im Social Web.

2. Freddy Burger über Udo Jürgens

Freddy Burger war 37 Jahre lang Manager von Udo Jürgens. Im Interview mit @Blickch spricht er über den tragischen Verlust seines engsten Freundes. Die traurige Nachricht und der Artikel erzeugten auch auf Facebook viele Reaktionen.

3. Charles Aznavour in concert

Der Chansonnier Charles Aznavour denkt auch 90-jährig nicht ans Aufhören: In diesem Jahr hat er ein 60-teiliges Compilation Album veröffentlicht und am 12. Dezember in Genf ein Konzert gegeben. Im Interview mit @tdgch spricht er über seine lange Karriere und bewegt damit auch viele Fans.

Aufgefallen:

  • Der Artikel im @tagesanzeiger über den jungen Schweizer Bendrit Bajra erzeugte auf Facebook mehr als dreimal so viele Likes und Shares, wie die anderen beiden Top 3 Artikel.

Blogcharts November: Der Datenblog des Tages-Anzeigers ist der Aufsteiger

Auch im November wurden die Blogcharts von Thomas Hutter geprägt. Vier der zehn meistgeteilten und meistkommentierten Beiträge stammen von Hutters Feder Tastatur. Aufsteiger ist eindeutig der Datenblog des Tages-Anzeigers, der mit drei Beiträgen vertreten ist. Das Datenblog-Team sorgte mit Blogposts zu den Themen Zu- und Abwanderung für zahlreiche Reaktionen.

Newcomer ist der Blog des Expat-Magazins Newly Swissed. Das 16-köpfige Team schreibt zu Themen schweizer Kultur, Design und Tourismus. Immer mit dem beobachtenden Blick der Expat-Community und mit einer guten Prise Humor. Bestest Beispiel: die 17 weiteren Fakten über die Schweiz.

Auch der Blog der SBB ist erneut in den Charts vertreten.  Rang 6 für einen Beitrag in der Rubrik „Doktor Bahnsinn“. Und auch das Reisefieber grassierte im November: Travelitas Beitrag zur Region Südtirol schaffte es im November in die Top 10.

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Du kennst einen Blog, den wir unbedingt berücksichtigen sollten und der noch nicht erfasst ist? Dann bitte hier vorschlagen. Merci!

Monatsrückblick November: Rührende Geschichten und das Fell-Verbot

Themenpuls zeigt, welche News die Schweiz im November am meisten bewegt haben. Abonnieren Sie unseren Monatsrückblick als Newsletter!

I Alle Ressorts

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Grossbritannien: Ein Pferd verabschiedet sich von seiner todkranken Besitzerin – publiziert auf 20min.ch am 10.11.2014

Die rührende Geschichte einer krebskranken Frau, die kurz vor ihrem Tod ihr Pferd noch einmal sehen konnte, ist mit grossem Abstand die Topstory des Monats November. 20 Minutes stützt sich beim Beitrag auf die Huffington Post, die zweite Tage zuvor durch tausendfach geteilte Tweets auf die Geschichte aufmerksam geworden war.

USA: Ein gelähmter Kriegsveteran steht für seinen Hochzeitstanz auf – publiziert auf 20min.ch (fr) am 15.11.2014

Joey Johnson, ein 27-jähriger gelähmter Kriegsveteran, liess sich für seine Hochzeit etwas ganz Spezielles einfallen: Um mit seiner Frau den Hochzeitstanz zu eröffnen, baute er sich eine Vorrichtung, die es ihm erlaubte, aufrecht zu stehen. Das Video von ABC News wurde seither zum Hit. Auch in der Schweiz bewegte die Geschichte: Mit fast 23’000 Reaktionen liegt die Story auf Rang 2 im November.

More ABC US news | ABC World News

Rumänien: Der neue Präsident Rumäniens spricht Deutsch – publiziert auf Tribune de Genève (fr) am 18.11.2014

Auch der Artikel, der am drittmeisten Reaktionen ausgelöst hat dreht sich um eine Geschichte aus dem Ausland und wurde in der Romandie publiziert. Klaus Iohannis von der deutschsprachigen rumänischen Minderheit wurde überraschend zum Präsident der Republik gewählt. Obwohl die Präsidentenfunktion weitgehend repräsentativ ist, sorgt die Wahl für Aufsehen. Iohannis wird als Hoffnungsträger gesehen, der das südosteuropäische Land zum Aufschwung verhelfen soll.

Aufgefallen:

Die News, die im November am meisten bewegten kamen fast ausschliesslich aus der Romandie. 9 von 10 Themen wurden in der französischsprachigen Schweiz publiziert. Einzige Ausnahme: das Fell-Verbot des Hiltl Clubs in Zürich, das von Blick und Blick am Abend aufgegriffen wurde. Zudem waren offensichtlich es nicht die Themen des Abstimmungssonntags (Ecopop-, Gold- und Pauschalsteuer-Initiative), die im Netz die Gemüter bewegten.

II Politik

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Zürcher Club verhängt Fell-Verbot – publiziert auf blickamabend.ch und blick.ch am 21.11.2014

Rolf Hiltl, der seit Jahren vegetarische und vegane Gastronomie anbietet, wollte mit dem Pelz-Verbot in seinem Hiltl Club ein Zeichen gegen Tierquälerei setzen. Dass dies im mondänen Zürich für Aufsehen sorgen könnte, schien klar. Insgesamt erreichten beide (identischen) Artikel auf blickamabend.ch und blick.ch über 14’000 Reaktionen.

Ungarn: Vergewaltigungsopfer sind selbst schuld – publiziert auf 20min.ch (fr) am 26.11.2014

Die ungarische Polizei impliziert in einem Gewaltpräventionsvideo, dass Frauen eine Mitschuld tragen, wenn sie vergewaltigt werden. Das Video sorgte auch in internationalen Medien für Aufsehen und wurde von diversen Portalen aufgegriffen, darunter The Independent, The Guardian. Auf den Text von 20 minutes gab es insgesamt 5566 Reaktionen. Fast die Hälfte davon kamen durch Leserkommentare. 20 minutes führte auch eine Umfrage zum Thema unter Leserinnen und Lesern durch.

Aline Trede möchte schwedisches Baby-Urlaubsmodell in der Schweiz einführen – publiziert auf 20min.ch (fr) am 27.11.2014

In Schweden erhalten Eltern einen Baby-Urlaub von 480 Tagen. Dieses Modell eines gemeinsamen Urlaubs möchte die berner Grünen-Nationalrätin Aline Trede auch in der Schweiz einführen. In der Romandie sorgte der Artikle zum Thema für etwas mehr als 5000 Reaktionen.

III Wirtschaft

42 Milliarden Vermögen, nur 45’000 Franken Steuern – publiziert auf blick.ch am 18.11.2014

Ein Extrembeispiel dafür, wie die Pauschalbesteuerung in der Schweiz funktioniert, zeigte der Blick am 18. November. Hintergrund: Der vormals reichste Bewohner der Schweiz, Ikea-Gründer Ingvar Kamprad, hatte die Schweiz verlassen. Trotz dessen geschätzten Vermögens von 42 Milliarden, muss seine frühere Wohngemeinde nur auf 45’000 Steuereinkünfte verzichten. Nachdem die Pauschalsteuer-Initiative soeben abgelehnt wurde, wird auch weiterhin solche Beispiele geben.

Banken sollen dem Gemeinwohl dienen – publiziert auf 20min.ch am 19.11.2014

Der österreichische Ökonom und Bankenkritiker Christian Felber hat ein preisgekröntes Buch zum Thema Banken geschrieben. Er fordert eine Demokratisierung des Bankensystems und fordert für den Sektor eine ähnliche gesellschaftliche Funktion wie sie Schulen, Universitäten oder Krankenhäuser haben.

Burger King schliesst nach Hygiene-Skandal 89 Filialen in Deutschland – publiziert auf 20min.ch am 19.11.2014

Nachdem Investigativjournalist Günther Walraff auf RTL die wiederholten hygienischen Probleme bei Burger King aufgedeckt hatte, trennt sich der Fast-Food-Konzern nun von seinem Filialbetreiber Yo-Ki. 89 Filialen schliessen, betroffen sind rund 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Aufgefallen:

Im Gegensatz zum Bereich Politik schafften es in der Rubrik Wirtschaft mehrere Beiträge zu den Themen Abstimmungssonntags vom 30. November in die Top 10, darunter die Nummer 1.

Wochenrückblick: Veganismus, Rechtsrutsch in Frankreich & Migros-Chef gegen Mindestlöhne

Diese Geschichten haben die Schweiz diese Woche am  meisten bewegt.

Die Top-Stories der Woche

1. Vegane Menus werden zum Politikum

Veganer verlangen, dass  in den Kantinen öffentlicher Schulen, Spitälern, Universitäten, Heimen und der Verwaltung auch Menus ohne tierische Produkte angeboten werden müssen. In Bern und Basel wollen sie entsprechende Volksinitiativen starten, wie 20 Minuten berichtet. Das Anliegen der Veganer wird von prominenten linken Politikern unterstützt, so zum Beispiel von alt Bundesrat und Vegetarier Moritz Leuenberger (SP) sowie den Nationalräten Beat Jans, Aline Trede und Bastien Girod. Die Initianten betonen, dass vegane Ernährung nicht nur aus Tierliebe sinnvoll sei, sondern auch aus ökologischer Perspektive: der CO2-Austoss wie auch der Wasserverbrauch wird verringert.

2 . Sister Act aus Italien

Eine singende Schwester begeistert Italien – und das gesamte Internet. Le Matin berichtet über das religiöse Gesangstalent aus Milan, das via „The Voice of Italy“ ins Rampenlicht geschleudert wurde.

3. Knallharter Radfahr-Zirkus: Profis werden immer dünner

Die knallharten Anforderungen des professionellen Radsports hinterlassen irreversible Spuren an den Körpern der Fahrer. Der belgische Profi Tom Boonen hat zum Beispiele gerade noch 5% Fett an seinem Körper – das ist so viel wie eine Aids-Patient im Endstadium. Le Matin publizierte die Geschichte als Teaser für einen ausführlicheren Bericht in seiner Sonntagsausgabe.

Top Stories im Ressort Politik

1. Kommunalwahlen in Frankreich: Alles deutet auf Rechtsrutsch hin

Die Kommunalwahlen bewegen diese Tage ganz Frankreich. Warum? Weil sie ein zuverlässigeres Barometer für die politische Stimmung im Land sind, als jeder Umfrage. Tribune de Genève beleuchtet erste Hochrechnungen über die Gemeindewahlen und der voraussehbare Siegeszug von Jean-François Copé und seiner UMP bewegen auch die Leser aus der französischsprachigen Schweiz.

2. Kriminalität: Lausanne bleibt die „unsicherste“ Stadt der Schweiz

In Lausanne haben gemeldete Verstösse gegen das Gesetz zwar total um 3% abgenommen, dennoch bleibt es mit 209 Verbrechen pro 1’000 Einwohner die „unsicherste“ Stadt der Schweiz vor Bern, Genf und Zürich. Während Schweizweit die Verbrechenszahlen sinken, ist der Trend bei „sexuellen Verbrechen“ steigend, wie 20 Minutes berichtet.

3. Sonnenblumen-Proteste in Taiwan

In Taiwan demonstriert die Studentenbewegung der „Sonnenblumen“ gegen ein Freihandelsabkommen, dass die Regierung mit China geschlossen hat. Zuerst haben die Studenten das Parlament besetzt und nun auch den Sitz der Regierung. Während sich die Proteste ausweiten, bleibt die Regierung stur und signalisiert keine Kompromissbereitschaft. Der Artikel in der NZZ bewegt in der Schweiz vor allem via Facebook.

Top Stories im Ressort Wirtschaft

1. Migros-Chef ist gegen Mindestlöhne

24 heures greift ein Gespräch von Migros-Chef Herbert Bolliger mit der Berner Zeitung auf. Darin äussert sich der Chef des orangen Riesen unter anderem zur Mindestlohninitiative. Das Festlegen von Löhnen sei Sache der Sozialpartner – und nicht Aufgabe des Gesetzes, so Bolliger. Die Migros habe mit ihren Sozialpartnern ausgehandelt, dass auch ungelernten Mitarbeitern ein Salär von 4’000 pro Monat ausbezahlt werde. Das ist um Einiges höher als die Löhne, die andere Detailhandelsunternehmen bezahlen. Der Artikel in 24 heures beinhaltet zudem die folgende Karte der Mindestlöhne im benachbarten Europa.

Mindestlöhne in Europa
 

2. Patek Philippe droht mit Wegzug aus Genf

Für den Luxusuhren-Hersteller Patek Philippe sind die Steuerbedingungen im Kanton Genf „unertragbar“ geworden, wie Tribune de Genève berichtet. Entsprechend droht die Firma mit dem Wegzug aus dem Kanton.

3. Tabuthema Lohn: Was Schweizerinnnen und Schweizer verdienen

Über den Lohn spricht man in der Schweiz nicht. Entsprechend viel Aufmerksamkeit generiert das Lohnbuch 2014, das Auskunft über 9’000 Brutto-Gehälter in unterschiedlichen Branchen und Kantonen gibt. 20 Minuten hat mit den Zahlen des Lohnbuchs eine Slideshow erstellt, welche 26 Löhne entlang dem ABC präsentiert. Die Slideshow reicht von A wie Analyst im Bankenwesen (2 Jahre Erfahrung: 6’692, 2-5 Jahre Berufserfahrung: 7’923, ab 5 Jahren Erfahrung: 8’462) bis zu Z wie Zirkusartist (Der angegebene Mindestlohn richtet sich nach Können und Bekanntheitsgrad des Künstlers, beträgt aber mindestens 2000 Franken oder 9.20 pro Stunde. Berufsüblich ist eine 50-Stunden-Woche.)

Social Media Performance der Newsplattformen

Story mit den meisten Leserkommentaren (1’698)

Volksinitativen geplant: Vegane Menus sollen Pflicht werden

Story mit den meisten Facebook Reaktionen (3’657)

Sœur Cristina, la religieuse sur qui tout le monde se retourne

Story mit den meisten Tweets (1’079!)

Nach Twitter-Sperre: Erdogans Bumerang

Story mit den meisten Google Plus Reaktionen (36): 

Leberwürste: Frei.Wild schlägt Echo-Einladung aus

1. Newsplattformen mit den meisten Tweets

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2. Newsplattformen mit den meisten Facebook Reaktionen

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3. Newsplattformen mit den meisten Google Plus Reaktionen

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Wochenrückblick: Zuspitzung der Krim-Krise, nochmal Zwillinge bei Federers und vorwärts Marsch am Morgestraich in Basel

Trotz Baby News und Morgestraich steht die Welt nicht still. Täglich bewegen unzählige Themen die Schweizerinnen und Schweizer. Hier ist unser Wochenrückblick, den man auch als Newsletter abonnieren kann.

Tägliche Updates über die #TopEinsteiger liefern wir auf Facebook, Twitter und Google+.

 

Das bewegte im Themenbereich „Krim-Krise“

Täglich neue Meldungen über die Situation in der Krim sorgen auch in der Schweiz für viele Kommentare. Dies bewegte am meisten diese Woche im Themenbereich „Krim-Krise“:

 

Krim

1. Am Dienstag proklamiert das Parlament der Krim in Sebastopol die Unabhängigkeit von der Ukraine. Der Artikel in der Tribune de Genève schreibt über den möglichen Anschluss an Russland und wurde vor allem über Facebook geteilt.

2. Bereits am Sonntag fand die Reaktion von Angela Merkel auf die Ankündigung eines Referendums zur Unabhängigkeit der Krim grosses Echo. Sie bezeichnete eine solche Abstimmung als illegal, wie dieser Artikel der Tribune de Genève berichtet.

3. Über den Ton der moskautreuen Führung der Halbinsel Krim schreibt der Bund ebenfalls am 9. März. Der Artikel erwähnt, wie es beim Referendum weder ein Nein-Feld noch internationale Beobachter geben wird.

 

Das bewegte im Themenbereich „Roger Federer“

Bewegung auch bei Roger und Mirka Federer. Hier die Top 3 aus dem Themenbereich „Roger Federer“ in dieser Woche:

 

Federer

1. Obwohl sich Roger Federer diese Woche im Turnier in Indian Wells durchaus in Form zeigte, sorgten die News aus dem Familienkreis für die grösseren Schlagzeilen. Der Artikel in Le Matin über möglichen Zwillingsnachwuchs wurde vielfach geteilt und kommentiert.

2. Über das erwartete zweite Zwillingspaar in der Familie Federer berichtete auch der Artikel in der Tribune de Genève, der es auf eine ähnliche Anzahl Shares auf Facebook brachte.

3. Noch immer fehlt die offizielle Bestätigung, dass die Federers wirklich ein zweites Mal Zwillings-Zuwachs erwarten. So blieb es auch im Artikel von 20 Minuten lediglich bei den Spekulationen über die neuen Vaterfreuden von Roger. 

 

Das bewegte im Themenbereich „Basler Fasnacht“

„Vorwärts Marsch!“, hiess es vergangenen Montagmorgen einmal mehr in Basel. Die Trommelwirbel der Basler Fasnacht hielten aber nicht nur die Basler in Bewegung. Hier die Top 3 im Themenbereich „Basler Fasnacht“:

 

Morgestraich

1. Auf die meisten Shares brachte es erstaunlicherweise ein Artikel von 24 heures über die begeisterten Besucher der Basler Fasnacht.

2. Dass die Basler Zeitung mit den “drey scheenschte Däg” in ihrem Artikel nicht unbedingt auf das schöne Frühlingswetter anspielt, liegt wohl auf der Hand. Fasnacht und Frühlingswetter geniessen die Basler aber ausführlich in diesen Tagen.

3. Der Artikel im Tages-Anzeiger nimmt sich dem freundlichen Wettkampf zwischen Basel und Zürich an. Die Zürcher Sexboxen und die Probleme im Rotlichtviertel sorgen bei den Basler Schnitzelbängglern für viel Stoff und zynische Zeilen.

 

Anteile der News-Plattformen an Reaktionen

Welche News-Plattform erzielte mit ihren Artikeln in dieser Woche die meisten Shares und Likes auf Facebook, Tweets auf Twitter oder Shares auf Google+? Antworten auf diese Frage liefern die nachfolgenden Grafiken.

 

1. Shares und Likes auf Facebook

Anteil Facebook Shares

2. Tweets auf Twitter

Anteil Twitter Shares

 

3. Shares auf Google+

Anteil G+ Shares

Wochenrückblick: Die Schweiz und die EU, hübsche Balldamen & ein offfener Brief an Blocher

Diese Geschichten haben die Schweiz diese Woche am  meisten bewegt.

Die Top-Stories der Woche

1. Rafael Nadal wird von hübscher Balldame abgelenkt

Am Tennisturnier in Rio de Janeiro hat Tennis-Superstar Nadal etwas mit seiner Konzentration zu kämpfen. Der Grund dafür? Eine hübsche Balldame, die gleich neben seiner Ruhebank steht. Le Matin hat ein Video mit den besten Interaktionen zwischen den beiden publiziert. Die Story ist ein Hit und hat alleine über Facebook über 10’000 Reaktionen ausgelöst.

2 . Die Schweiz als Symbol für den Aufstand gegen die „EU-Diktatur“

Der italienische Lega Politiker Mario Borghezio hat im Europaparlament in Strassburg für einen Eklat gesorgt. Als das Parlament über die Annahme der Schweizer Masseneinwanderungsinitiative debattierte, erhob er sich, hielt eine Schweizer Flagge in die Höhe und forderte ein Ende der «EU-Diktatur». Der Mann wurde des Saales verwiesen. Ein anderer jedoch fand die Aktion grossartig: SVP-Nationalrat Lukas Reimann, der live vor Ort war.


Wie Lukas Reimann dem Blick gegenüber sagte, soll rund die Hälfte des Saales für die Aktion geklatscht haben. Davon ist auf dem Video auf alle Fälle nichts zu hören. Die Geschichte im Blick hat alleine über Facebook mehr als 7’500 Reaktionen ausgelöst.

3. Schweiz wird von EU aus Studentenaustauschprogramm Erasmus ausgeschlossen

Eine weitere Folge des Volksentscheids über die Masseneinwanderungsinitiative: Die EU schliesst die Schweiz aus dem europäischen Studendenaustauschprogramm Erasmus aus. Der Verband der Schweizer Studierendenschaften der Schweiz (VSS) zeigt sich schockiert und kritisiert auch den Bundesrat, der ihrer Meinung nach zu wenig unternimmt, um sicherzustellen, dass die Schweiz nicht aus dem europäischen Hochschulraum ausgeschlossen werde. Der umfassende Artikel im Tages-Anzeiger bewegt sowohl via Facebook und Leserkommentare stark. 

Top Stories im Ressort Politik

Die zwei bewegendsten Artikel im Ressort Politik behandeln beide das oben erläuterte Erasmus Thema:

Auf Platz 3 rangiert ein Followup Artikel zum Fahnen-Eklat im Europaparlament.

3. Interview mit Mario Borghezio: „Die Schweiz muss den Volkswillen verteidigen“

Erfolgreiche Artikel erhalten bei 20 Minuten jeweils einen Folge-Artikel. So auch die Story zum Italienischen Lega Politiker, der im Europaparlament die Schweizer Fahne hisste (siehe oben). Im Interview erklärt Herr Borghezio seine Aktion und wieso es so wichtig sei, dass die Schweiz gegenüber der EU für ihren Entscheid einstehe. Der Artikel beinhaltet zudem einen Poll darüber, ob die Aktion „einem Missbrauch der Schweizer Flagge“ gleichkomme. Nein, finden die Leser:

Poll auf 20Min.ch
Quelle: Poll auf 20Min.ch

Top Stories im Ressort Wirtschaft

1. Händler verschlafen das neue Pelz-Gesetz

Kunstpelz oder echt? Oft sind Kleidungsstücke schlicht nicht zuverlässig deklariert. Der Bundesrat hat darum reagiert. Ab 1. März muss jedes Kleidungsstück mit Pelz genau deklariert sein. Wie eine Studie des Schweizer Tierschutzes (STS) zeigt, sind die Schweizer Händler schlecht vorbereitet. Resultat: 86 Prozent der Pelzprodukte in Schweizer Läden sind entweder unvollständig, falsch oder gar nicht deklariert. Auch das Personal kann Kunden nicht weiterhelfen, wenn diese nachfragen. Bei vielen Verkaufsgesprächen trete «ein geradezu erschreckendes Unwissen» zutage, kritisiert der STS. Die Story im Blick ist die bewegendste Wirtschafts-Story der Woche. Den gesamten Bericht von STS kann man sich im unten eingebundenen Dokument ansehen:

2. Offener Brief: „Nicht nur kernige Parolen, Herr Blocher“

Blick publiziert den offenen Brief, der die Investorin Carolina Müller-Möhl an Christoph Blocher geschrieben hat. Sie fordert nach dem Volksentscheid zur Masseneinwanderung praktikable Lösungen für die Schweizer Wirtschaft. Ein Blick in die Leserkommentare zeigt: Bei den Blick Lesern stösst der Brief auf gemischtes Feedback. Ein der Teil der Leserschaft attestiert ihr die „ersten vernünftigen und konstruktiven Worte“ seit der Abstimmung, während der beliebteste Kommentar jedoch genau in die Gegenrichtung ausschlägt:

Dieser Brief aber ist einfach nur peinlich, denn offensichtlich haben Sie auch nach 14 Tagen noch immer nicht begriffen, dass nicht Herr Blocher, sondern die Schweiz Ja gestimmt hat. (von Herbert Widmer, Sagnon)

3. Die Schweizer kaufen immer mehr im Ausland ein

Tribune de Genève präsentiert die Resultate einer Studie zum Einkaufstourismus und Online-Shopping im Ausland. Schweizer Konsumenten haben 2013 demnach für 10 Milliarden im Ausland eingekauft. Das sind die Kassenschlager:

  • Nahrungsmittel
  • Near-Food-Produkte wie etwa Haushalts- und Hygieneartikel
  • Schuhe und Bekleidung (2,5 Mrd. Franken).

Weitere Details zu den Studienergebnissen gibt es auf der Website von GFK.

Social Media Performance der Newsplattformen

Story mit den meisten Leserkommentaren (2’139) & Facebook Reaktionen (10’832): 

Le Matin: Nadal troublé par une jolie ramasseuse de balles (siehe oben)

Story mit den meisten Tweets (79)

Tribune de Genève: L’Islande enterre sa candidature à l’UE

Story mit den meisten Google Plus Reaktionen (35): 

24heures: L’Islande enterre sa candidature à l’UE

1. Newsplattformen mit den meisten Tweets

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2. Newsplattformen mit den meisten Facebook Reaktionen

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3. Newsplattformen mit den meisten Google Plus Reaktionen

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Einschätzung von META und unsere Kommentare dazu

META ist eine deutsch-österreichische Agentur, die Medienbeobachtung und Medienanalyse anbietet – in der Schweiz offenbar auch bereits für SBB. Nun haben sie Themenpuls.ch mit 10.000 Flies aus Deutschland verglichen und auch darüber gebloggt. Einige der Punkte aus dem Blogpost möchten wir aufgreifen und kommentieren:

  • 10.000 Flies bezieht sich auf Deutschland, Österreich und die Schweiz, während unser Fokus zurzeit auf der Schweiz liegt, schreibt META. Das ist richtig. Auch wir haben Pläne ins benachbarte Ausland zu expandieren, wollen aber zuerst unsere Services für den Heimmarkt perfektionieren. 
  • Im Blogpost steht, dass wir die Daten stets um Mitternacht auswerten. Diese Angabe ist nicht korrekt: Die Daten tauchen rund um die Uhr auf, allerdings nicht in Echtzeit, da es bei den Schnittstellen zu Verzögerungen kommen kann.
  • Skandale, Sport und Boulevard dominieren die ersten Plätze in den Rankings, schreibt META. Betrachtet man einfach das Overall Ranking so mag man an gewissen Tagen diesen Eindruck erhalten. Ein Blick auf die Top Stories der vergangenen 30 Tage zeigt aber auch, dass dies nicht immer zutrifft. In den Top 7 des Overall Rankings sind gleich mehrere politische Artikel enthalten. Das gleiche Bild bestätigt auch themenpuls.ch/trends.

Top7

  • Recherchiert man etwas tiefer – und genau dafür ist Themenpuls.ch gebaut – so ergibt sich sowieso ein anderes Bild. Im Gegensatz zu 10’000 Flies steht bei Themenpuls.ch nicht das Overall Ranking im Vordergrund, sondern spezifische Rankings nach Ressorts (Wirtschaft, Schweiz, Ausland, Digital, etc.) oder Themengebieten, wie zum Beispiel Politik. Alles ist relativ zu betrachten – das gilt insbesondere für Rankings. Genau aus diesem Grund stehen die Ressortrankings auf Themenpuls.ch auch derart im Vordergrund.
  • Eines unserer Kernthemen ist die Politik. Wir wollen erfassen wie die Medien rund um politische Themen die Schweizer Leserinnen und Leser bewegen. Um das zu ermöglichen codieren wir jede politische Medienstory entlang einer konsequenten Systematik (hier gibt es die Details), um damit Rankings und Trendentwicklungen von Politika wie zum Beispiel eidgenössische Abstimmungen erfassen und abbilden zu können.
  • Ja, wie META richtig bemerkt, werden momentan vor allem Zahlen, das heisst quantitative Indikatoren ausgewertet und dargestellt. Qualitative Indikatoren werden wir in Features integrieren, die im Laufe dieses Jahres hinzukommen. Im Gegensatz zu 10’000 Flies berücksichtigen wir ja auch Leserkommentare und unter Einbezug von Tweets, Leserkommentaren und den Artikeln sind dann interessante qualitative Auswertungen möglich. Wie zum Beispiel die unten abgebildete Auswertung, die  kurz vor dem letzten Abstimmungssonntag publizierte.

SentimentEinwanderungFINAL

Es freut uns, dass Themenpuls.ch auch in Österreich auf Interesse stösst und wir hoffen mit diesen Kommentaren nochmals verdeutlicht zu haben, was Themenpuls.ch aus unserer Sicht von 10.000 Flies unterscheidet.

Noch mehr Durchblick mit visuellen Trend-Analysen bis zu 30 Tagen

Letzte Woche haben wir mit themenpuls.ch/trends eine neue Funktion lanciert, die ersichtlich macht wie sich Themen und Ressorts hinsichtlich der Reaktionen, die sie auslösen (Likes, Shares & Kommentare) über die Zeit entwickeln.

Bewegt ein Thema nur punktuell oder über einen längeren Zeitraum? Bewegt ein Thema zunehmend mehr – nimmt es also an Brisanz zu – oder nimmt die Anzahl Reaktionen zum Thema eher ab? Die visuellen Trenddarstellungen von Themenpuls.ch/trends geben interessante Insights zur Bewegungs-Dynamik von Themen.

Neu: Entwicklung von Themen bis zu 30 Tagen

Gestartet sind wir letzte Woche mit einer Standard-Darstellung der Trendkurven über 7 Tage. Ab sofort kann man sich die Charts nun für längere Zeiträume anzeigen lassen. Man hat die Möglichkeit sich die Bewegungsentwicklung über 7, 14 Tage oder maximal 30 Tage anzeigen zu lassen.

Jeder Punkt auf der Kurve entspricht der durchschnittlichen Anzahl Reaktionen, welche alle am entsprechenden Tag zum Thema erschienen Artikel bewirkt haben:

Themenpuls.ch/trends - Methodik

Auf den Trendkurven sind Daten für jeden Tag abrufbar

Fährt man mit der Maus über den entsprechenden Datenpunkt auf der Trendkurve, so erhält man drei wichtige Informationen:

  • Die Anzahl Reaktionen die das Thema an diesem Tag ausgelöst hat (gemäss obenstehender Formel) –> 276.31 am unten angewählten Stichdatum.
  • Die Anzahl Artikel, welche diese Reaktionen ausgelöst haben –> 33 Artikel am unten angewählten Stichdatum.
  • Sowie Angabe des Artikels, der für die meisten Reaktionen an diesem Tag verantwortlich zeichnet –> Der Tages-Anzeiger Artikel „Die falsche Angst der Wirtschaft“ am unten angewählten Stichdatum.

Abtreibungsinitiative, Masseneinwanderungsinitiative & FABI

Mit diesen erweiterten Funktionen wird Themenpuls.ch/trends noch nützlicher. Im morgigen Wochenrückblick werde ich mir damit mal genauer ansehen, ob und wie die Online-Reaktionen zu #Masseneinwanderungsinitiative, #FABI und #Abtreibungsinitiative mit den neusten Prognosen der SRG Umfrage korrelieren, die ja heute Abend um 17:00 veröffentlicht werden.


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Hashtag Aktivitäten um die SRF Sendung „Der Bestatter“

Die zweite Staffel der SRF Eigenproduktion „der Bestatter“ ist diese Woche angelaufen. Gemäss SRF Film & Serien haben sich 837’000 Menschen die erste neue Folge angesehen. Das ist beachtlich.

 

SRF hat für die Serie mit #derbestatter auch ein offizielles Hashtag definiert, und dies gut sichtbar kommuniziert.

837’000 Zuschauer & ein klar definiertes Hashtag. Da hab ich mich gefragt wie viel Hashtag-Posts das beim Deutschschweizer TV-Publikum auslöst?

Ich hab mich kurz umgesehen.

Twitter

  • Sysomos registriert in den vergangenen 30 Tagen 447 Tweets  mit dem Hashtag #derbestatter
  • Topsy rund 422 Tweets

Instagram: 

    • Statigram liefert 17 Resultate zu #derbestatter. Davon sind aber nur 10 Fotos einsehbar. Die restlichen wurden wohl privat geteilt.
    • Interessant ist, dass auf Instagram vor allem „behind the scenes“ von Menschen geposted wurden, die persönlich in die Produktion der Serie involviert waren. Man sieht so zum Beispiel, dass SRG Generaldirektor Roger de Weck persönlich beim Dreh dabei war.

 Facebook: 

  • Seit ein paar Monaten ist ja auch Facebook Hashtag-fähig. Aber werden #’s auf Facebook genutzt, um #derbestatter zu diskutieren? Eine Hashtag Suche auf Facebook ergibt gerade einmal 3 Posts. Einer davon ist der oben eingebundene von SRF Film & Serien – und einen weiteren habe ich via Themenpuls.ch selbst publiziert.

Google Plus: 

  • Auf Google Plus wurde 1 Post mit dem Hashtag #derbestatter publiziert – und zwar von Teleboy.

Rechnet man diese #Posts zusammen, ergibt das folgendes Bild:

  • 446 + 17 + 2 + 1 = 466 Post mit dem Hashtag #derbestatter
  • Total Zuschauer 837’000

Das heisst rund 0.06% der Zuschauer haben das Hashtag eingesetzt.

Klingt nach wenig.

Aber wie ist dieses „Aktivitätslevel“ zu lesen?

  • Es sind in erster Linie die Twitter Nutzer, welche es gewohnt sind offizielle Hashtags zu übernehmen. Und die Anzahl der Twitternutzer in der Schweiz ist nach wie vor relativ klein. Bei all dem Hype um Twitter als Firma und als Dienst vergisst man das oft. Aber gerade darin liegt ein wichtiger Unterschied von Twitter zu Facebook. Twitter ist in der Schweiz nicht relevant, weil Millionen von Menschen twittern, sondern weil es überdurchschnittlich viele relevante Meinungsmacher tun (Journalisten, Politiker, Blogger, Organisationen etc.).
  • Die zweite Plattform, auf der Hashtags ein Kernelement des Nutzerverhaltens darstellen, ist Instagram.
  • Auf Facebook haben sich Hashtags bis jetzt nicht durchgesetzt – und ich bin äusserst skeptisch, ob sie das je tun werden.
  • Hashtags sind nicht nur hilfreich für diejenigen, die eigene Beiträge zu einem öffentlichen Thema beisteuern. Sie sind genauso hilfreich für Menschen, die zwar nicht selber schreiben, aber via das Hashtag beobachten, was andere über #derbestatter sagen. Und diese Menschen bilden wie auch überall sonst im Web die Mehrheit.
  • Ich habe mit meiner Kurzrecherche explizit nur nach Beiträgen mit dem Hashtag #derbestatter gesucht. Natürlich fanden aber ganz viele Posts und Diskussionen über die Sendung ohne das Hashtag statt. So zum Beispiel auch die Mehrzahl der Leserreaktionen zu der Medienberichterstattung über die zweite Staffel. Um einen Überblick zu erhalten, einfach im Detailfilter nach „Der Bestatter“ suchen und Themenpuls.ch liefert die bewegendsten Artikel.

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  • Um weitere Aussagen machen zu können, muss man das Hashtags-Aktivitätslevel von #derbestatter natürlich auch mit anderen Sendungen – und damit Zielgruppen & Kontexten – vergleichen.

Es wird spannend sein mitzuverfolgen wie sich die Hashtag Nutzung im Zusammenhang mit Primetime Sendungen in der Schweiz entwickeln wird. Wenn SRF bei allen Sendungen die Zuschauerquoten publizieren würde und konsequent alle Sendungen mit Hashtags versieht, dann könnte man basierend auf diesen Infos spannende Vergleiche anstellen.

Man könnte damit ein Sendungs-Ranking erstellen, das nicht nur die Zuschauerquoten erfasst, sondern eben auch deren Aktivierung via Hashtags. Ein Social TV Ranking für die Schweiz. Wäre doch eine spannende Sache.

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Themenpuls.ch über Weihnachten: Gewohnte Ranglisten, keine Themencodierung

Themenpuls.ch basiert auf einer Kombination von automatisierten und manuellen Datenaggregationsprozessen.

Automatisiert erstellt werden die #TopStory Ranglisten nach Ressorts. Manuell erfolgt die “Themencodierung” – also die Zuweisung einzelner Artikel zu spezifischen Themen. Diese Themencodierung erfolgt nach klaren Regeln:

  • Allgemeine Inhalte: Gibt es zu einem spezifischen Ereignis in den letzten 3 Tagen mindestens 5 Artikel in den Top 50 unserer Ranglisten, dann erhält das Ereignis ein eigenes “Themen-Label”.

  • Politische Inhalte: Politische Inhalte werden gesondert codiert. Um vielseitige rückblickende Analysen und Vergleiche zu ermöglichen codieren wir politische Inhalte auch, wenn zu einem Ereignis oder einer Geschichte nicht 5 Artikel erschienen sind. Die genaue Systematik der politischen Themencodierung habe ich vorletzte Woche beschrieben.  Unten noch einmal die Grafik, welche unsere Systematik der politischen Codierung zusammenfasst. Die Grafik wird von innen nach aussen gelesen.

Web

Manuelle Themencodierung ist Basis für Auswertungen & Vergleiche

Die manuelle Themencodierung ist die Grundlage für spezifische Auswertungen und Vergleiche mittels des Detailfilters.

Themenanalysen basierend auf manueller Codierung
Themenanalysen & -Vergleiche sind erst dank der manuellen Codierung möglich

Unsere Themencodierer machen Weihnachtspause

Auch unsere Themencodierer machen Weihnachtspause. Die #TopStory Ranglisten nach Ressorts wie “Wirtschaft”, “Ausland” oder “Digital” werden auch über die Festtage automatisch erstellt, zwischen dem 25.12.2013 und dem 3.1.2014 wird jedoch keine manuelle Themencodierung erfolgen.

Um zu verhindern, dass in unserer Datenbank Lücken entstehen, erfolgt die Themencodierung am 3.1.2014 rückwirkend für 14 Tage.

In diesem Sinne, frohe Weihnachten auch vom Themenpuls.ch Team.

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